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2.1 Flüchtlinge, Asyl und Immigration

Es ist ein Wunsch vieler, gerade junger Menschen Weltbürger*in zu sein. Dazu muss man nicht nach New York oder Tokio reisen: In Maintal leben Menschen aus mehr als 24 Nationen. Weltbürger*in sein heißt den „Fremden“ perspektivisch die gleichen Rechte und Pflichten wie den Maintaler Bürger*innen zu geben.

Jede Person ist Ausländer*in - fast überall

Wir treten dafür ein, alle in Maintal lebenden ethnischen Gruppen in ihrer kulturellen Vielfalt und Unterschiedlichkeit anzuerkennen und wertzuschätzen. Unsere Politik zielt darauf ab, das Leben in der Gemeinschaft zu fördern und die Integration zu unterstützen. Dabei informieren wir aktiv über unsere Menschen- und Freiheitsrechte, wie die Gleichberechtigung von Frauen, Gewaltenteilung und die demokratischen Grundrechte.

Aktuell sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Leid, Verfolgung und Hunger. Viele davon sind Kinder. Die Bilder und Berichte in den Medien erinnern uns daran, dass gerade der wohlhabende Teil der Welt diesen Menschen eine neue Heimat eröffnen sollte: Viele der Konflikte auf dieser Welt haben mit der ungleichen Verteilung von Reichtum und Armut, der Art unserer weltweiten Wirtschaftsweise oder unserem Handeln in diesen Ländern zu tun.

Wir müssen die aus aller Welt kommenden Flüchtlinge zumindest vorübergehend aufnehmen und ihnen Unterkunft geben. Die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, das große Engagement vieler freiwilliger Helfer*innen der Hilfsorganisationen sowie vieler weiterer Ehrenamtlicher sind eindrucksvolle Zeichen der vorherrschenden Willkommenskultur.

Der Willkommenskultur muss die Integrationskultur folgen.

Viele Flüchtlinge werden lange oder für immer in unserem Land bleiben (dürfen). Sie brauchen dann Unterstützung beim Lernen unserer Sprache, beim Zurechtfinden in unserem, ihnen bislang fremden Land bis hin zur Integration in den Arbeitsmarkt.

2.1.1 Was wir erreicht haben

  • menschenwürdige Unterbringung der Asylbewerber*innen in winterfesten Gebäuden und geschlechtergerechte Betreuung
  • fremdsprachige Medien in den Büchereien
  • Unterstützung des Schönfeldforums

2.1.2 Was wir wollen

  • Wiederaufnahme sozialer Wohnungsbau:
    • So schnell wie möglich Unterbringung der Flüchtlinge in kommunalen Wohnungen, die später als Sozialwohnung weiter genutzt werden (Belegungsbindung)
    • Erhalt, Planung und Realisierung weiterer Sozialwohnungen
    • Wieder eine spürbare Fehlbelegungsabgabe einführen
    • Schaffung bezahlbaren Wohnraums in genossenschaftlichen Projekten unterstützen
  • Rechtliches / Lokalpolitik:
    • kommunales Wahlrecht auch für bleibeberechtigte Nicht-EU-Bürger*innen
    • Beratung von Migrant*innen über die Möglichkeiten der Einbürgerung
    • humanitären und juristischen Beistand zur Unterstützung bei drohender Abschiebung, besonders für Härtefälle mit langjährigem Aufenthalt bzw. erfolgreicher Integration
    • Unterstützung des Ausländerbeirats
  • Sprache, Integration und Beruf:
    • Verstärkte Förderung des Erwerbs der deutschen Sprache in Kindertageseinrichtungen
    • Mehr Förderkurse, Hausaufgabenhilfen und ähnliche Unterstützung für Kinder mit Migrationshintergrund
    • Neuauflage des Angebotes „Mama lernt Deutsch“
    • Verstärkte Information und Förderprogramm, um insbesondere junge Menschen mit Migrationshintergrund für den Beruf der Erzieher*innen zu interessieren
    • Ausbildungsplätze für jugendliche Ausländer*innen
    • (mehr) Migrant*innen in die kommunale Verwaltung
    • Organisationen, Vereine und Initiativen unterstützen, die sich um Verständigung und Integration bemühen, z. B. Förderung multikultureller Projekte (Tanz, Theater, Musik, Diskussionsforen)
  • Darüber hinaus:
    • fremdsprachige Medien in den Stadtbüchereien ausbauen
    • Wiedereinführung Frauenschwimmen
    • Angebote für Senior*innen mit Migrationshintergrund
    • Beratungsnetzwerk „Migrant*innen für Migrant*innen“ aufbauen bzw. unterstützen
  • Den ehrenamtlichen Helfer*innen soll jegliche Unterstützung, insbesondere durch den haupt­amtlichen Magistrat sowie durch die Stadtverwaltung Maintal zuteilwerden: Ohne ehrenamtliches Engagement ist die Integration viel schwerer zu erreichen.

 

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