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Verkehr

 

Die Bevorzugung des Automobils hat die Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte bestimmt. Die Folgen davon sind heute unübersehbar. Autogerechte Städte, Verdrängung der Menschen aus dem Straßenraum, Verkehrslärm in den Wohnbereichen, Umweltzerstörung, Treibhauseffekt, Lärm, usw. Der große Rahmen der Verkehrspolitik wird zwar in Berlin festgesetzt, die Kommunen können aber mit ihrer eigenen Verkehrspolitik daraufhin Einfluss nehmen, dass durch ihr Handeln vor Ort trotzdem eine menschengerechte und lebenswerte Stadt entsteht. Die Schaffung von Spielstraßen, Tempo-30-Zonen und maximal Tempo 40 auf den Grundnetzstraßen, ein attraktiver Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV), FußgängerInnen gerechte Wege und ein vernünftiges Radwegenetz (entlang der vielbefahrenen Bundes- und Landstraßen) sind neben einer guten Stadtentwicklungspolitik die wichtigsten Bausteine für eine menschengerechte Stadt. Ziel GRÜNER Verkehrspolitik ist es deshalb vor allem den Umweltverbund (Zu-Fuß-Gehen, Radfahren und ÖPNV) zu stärken. Langfristig sollte im gesamten Stadtgebiet einschließlich der Grundnetzstraßen Tempo 30 und rechts vor links eingerichtet werden.

Was wir erreicht haben:
· Freigabe einzelner Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Richtungen.
· Ausweitung und Neustrukturierung des Maintaler Stadtbusverkehrs zum Fahrplanwechsel 2009/10
· Wiedereinführung der Busverbindung nach Hanau 
· Weitere Einrichtung von Tempo-30-Zonen
· Verbesserung der Verkehrssituation in der Bahnhofstraße in Dörnigheim und in Hochstadt
· Prüfung der Einrichtung von Fahrradstraßen


FußgängerInnen
Im Rahmen des allgemeinen Zieles, Maintal zu einer fußgängerfreundlichen Stadt zu machen, ist die Beruhigung der Straßen ein verkehrspolitischer Schwerpunkt unserer Arbeit.
· Flächendeckende Umsetzung des Gehwegparkverbots
· Überwege, die den Vorrang der FußgängerInnen vor dem motorisierten Verkehr herstellen (Zebrastreifen)
· Fußgängerampeln an gefährlichen Punkten
· FußgängerInnen gerechter Ausbau von Kreuzungen
· Flächendeckend Tempo-30-Zonen / Einrichtung von „Verkehrsberuhigten Zonen" (Spielstraßen)
· besserer Schutz an Fußgängerampeln durch Geschwindigkeitsreduzierung auf den Grundnetzstraßen (Bsp. Berliner Straße)
· Verbesserung der Beleuchtung zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit
· Abschaffung der Radgehwege


Radfahren
Nicht der Bau weiterer Radwege, sondern die Umwandlung der innerörtlichen Straßen in einen Zustand, dass Radfahren gefahrlos möglich wird, ist in diesem Zusammenhang unsere zentrale Forderung.
· Flächendeckend Tempo-30-Zonen
· Abschaffung der Radgehwege (Fahrräder gehören, bis auf wenige Ausnahmen, auf die Straße)
· Schaffung von Radspuren
· Einrichtung wettergeschützter Abstellmöglichkeiten an zentralen Orten
· Verbesserung der Radwegebeschilderung
· Ausbau der Bike&Ride-Anlagen an den Bahnhöfen
· Konsequente Umsetzung von Radfahren gegen Einbahnstraßen
· Überörtlich geteertes Grundnetz unter Einbeziehung der Regionalparkrouten
· Weitere Umsetzung des Radwegeplans
· Einrichtung von Fahrradstraßen
· Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht innerhalb des Stadtgebiets

Öffentlicher Personen Nah Verkehr
Ein wichtiger Bestandteil des Umweltverbunds ist der ÖPNV, der in Maintal von zwei Säulen getragen wird.
Die eine Säule des ÖPNV ist der Maintaler Stadtbusverkehr, der sich auch in den letzten Jahren sehr zum positiven entwickelt hat, aber weiterhin ausbaufähig ist. Hier haben wir (zusammen mit der FDP) ein Konzept zur Verbesserung des Netzes erarbeitet, das durch die Umstrukturierung des Liniennetzes eine Angebotsverbesserung und direkter Fahrten ermöglicht, sowie wieder Fahrten nach Hanau beinhaltet. Dieses Konzept wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 umgesetzt.

Die zweite Säule des ÖPNV ist der Schienenverkehr. Hier wird seit mehreren Jahrzehnten der Bau der nordmainischen S-Bahn gefordert, ein Projekt das letztendlich immer an der fehlenden Wirtschaftlichkeit scheitert. Als Alternative fordern wir daher den Bau einer Stadtbahn mit Niederflurbahnen von Frankfurt über Maintal nach Hanau. Dies hätte zum Vorteil, dass diese kostengünstig und schnell zu realisieren ist und perspektivisch auch die Ortslagen erschließen kann.

Was wir erreicht haben:
· Erhalt des Nachtbusverkehrs
· Ausweitung und Neustrukturierung des Maintaler Stadtbusverkehrs zum Fahrplanwechsel 2009/10
· Wiedereinführung der Verbindung nach Hanau

Was wir wollen:
· 15 Minuten-Takt im Berufsverkehr, sonst 30-Minuten-Takt (auch abends und am Wochenende) auf der RB 55
· Einsatz moderner Fahrzeuge mit niedrigem Einstieg
· Ansprechende Gestaltung der Bahnhöfe
· Erstellung eines Konzeptes zur Planung und dem Bau einer Stadtbahn von Frankfurt über Maintal nach Hanau
· Aufwertung der Bushaltestellen und barrierefreier Umbau
· Änderung der Tarifstruktur des RMV
· Jobticket für die Beschäftigten der Stadt Maintal


Autoverkehr
Die Stadt muss wieder den Menschen gehören. Dies wird zum einen durch Förderung des Umweltverbundes erreicht, gleichzeitig muss aber der Autoverkehr anwohnerverträglich gestaltet werden.

· Flächendeckende Tempo-30-Zonen mit deutlichen Markierung und Straßengestaltung
· Reduzierung des Durchgangs-, Ziel- und Quellverkehrs
· Reduzierung des innerörtlichen Verkehrs durch Parkraumbewirtschaftung an zentralen Orten
· Förderung des Car-Sharing (gemeinsame Nutzung von PKWs) durch die Stadt 

In Wachenbuchen gab es in den letzten Jahren Bestrebungen für eine Umgehungsstraße. Die GRÜNEN lehnen eine derartige Maßnahme ab, da dadurch zusätzlicher KFZ-Verkehr entsteht. Stattdessen fordern wir für Wachenbuchen alternative Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung insbesondere an den Durchgangsstraßen: 
· An der Durchgangsstraße von Niederdorfelden Richtung Hohe Tanne: Ortseingangsverschwenkung z.B. mit Mittelinsel, Tempo 40 in der Dorfelder Straße bis Kreuzung Schulstraße, rechts vor links, Rückbau des gesamten Straßenzuges und Beseitigung der separaten Abbiegespuren 
· In der Schul- und Mittelbucher Straße zulässige Höchstgeschwindigkeit durchgängig Tempo 30