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Für eine ökologisch und sozial orientierte Stadtentwicklung

 

Acht Schwerpunkte werden die ökologische und soziale Stadtentwicklung der nächsten Jahre bestimmen:

Die Soziale Stadterneuerung in Dörnigheim und Bischofsheim
Die Förderung der Sozialen Stadterneuerung durch Bund und Land im Dörnigheimer Westend ist ausgelaufen, in Bischofsheim läuft diese demnächst aus. In beiden Gebieten ist in diesem Rahmen beachtliches geleistet worden, z.B. in Dörnigheim der Umbau des Brüder-Schönfeld-Hauses und in Bischofsheim das im Bau befindliche Kinder- und Jugendhaus und das Stadtteilzentrum.
Im und durch das Stadtteilzentrum Bischofsheim konnten viele Menschen des Quartiers mobilisiert werden, sich hier zu engagieren und für „ihren“ Stadtteil tätig zu werden. Diese Strukturen, die das Quartier auch stabilisieren, sind von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung. Darum werden wir uns für eine Fortführung der Stadtteilarbeit einsetzen, notfalls auch mit städtischen Mitteln.

Neuentwicklung des Gebietes beiderseits der Bahnlinie zwischen Eichenheege und Bahnhof in Dörnigheim
Das Gebiet nördlich und südlich der Bahnlinie muss aufgewertet werden. Die von der Planungswerkstatt entwickelten Ideen zeigen den Weg in eine vernünftige Entwicklung des Gebietes zum Wohnen und Arbeiten. Die städtebauliche Aufwertung muss aber im Einklang mit der Ökologie stehen, die Braubachaue muss z.B. freigehalten werden.

Die Regionalparkrouten
Mit der Errichtung der Regionalparkrouten und der „Grünen Mitte Maintal” entsteht die Chance, die zentrale Erholungsfläche Maintals entsprechend ihrer Bedeutung aufzuwerten. Die Errichtung von Spielflächen, Kunst in der Natur und die ökologische Aufwertung tragen zur Steigerung des Erholungswertes und somit auch zur Attraktivitätssteigerung Maintals bei. Die Routen Hohe Straße, Mainuferweg und der Fernradweg R4 sind dabei multifunktionell auszubauen bzw. instand zu halten.

Gewerbegebiet „Am Regionalpark” in Bischofsheim Flur 15/16
Das Gewerbegebiet “Am Regionalpark” in Bischofsheim Flur 15/16 (Bruno-Dreßler-Straße) bietet für Maintal die Möglichkeit, mit der Schaffung eines hochwertigen Gewerbegebietes zum Einen zukunftsfähige Arbeitsplätze nach Maintal zu holen und gleichzeitig die Fehler der Vergangenheit (ehemalige Mülldeponien) zu beheben. Wegen seiner hervorragenden Lage mit Regionalpark, der Wohnortnähe und dem gutem ÖPNV- und Straßenanschluss bietet das Gewerbegebiet die Chance sich zu einem hochinteressanten und zukunftsweisenden Gewerbegebiet zu entwickeln.

Baugebiet Kesselstädter Weg
Die Fläche zwischen dem Ortsteil Dörnigheim und dem Gewerbegebiet Ost, nördlich des Kesselstädter Wegs, ist zur Bebauung vorgesehen. Besonders vor dem Hintergrund der Lärmbelastung durch den derzeit vorhandenen Autoverkehr ist dies problematisch. Allerdings bietet sich durch die Bebauung die Möglichkeit, städtebauliche Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und Dörnigheim aufzuwerten. Wir werden einer Bebauung dort nur zustimmen, wenn dies städtebaulich vertretbar ist. Einen Stadtteil eingekesselt in Lärmschutzwänden lehnen wir ab.

Grüne Mitte Maintal
Ein Ausblick
Die Thematik „Grüne Mitte“ ist wohl das am kontroversesten diskutierte Thema Maintals seit der Jahrtausendwende. Die Ergebnisse aus dem Bürgerbeteiligungsverfahren sind inzwischen fast eine Dekade alt und viele neue Perspektiven haben sich inzwischen ergeben. Unser Ziel ist es, Politik für die Maintaler Bürgerinnen und Bürger zu machen und nicht einem Selbstzweck zu dienen. Darum wollen wir als GRÜNE die Bürgerinnen und Bürger wieder in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen, wie schon vor zehn Jahren. Dabei soll überprüft werden, ob die Umsetzung der damaligen Ergebnisse noch gewünscht -und auch finanzierbar sind.
Um das zu erreichen sehen wir mehrere Möglichkeiten:
· Eine Auffrischung der Zukunftswerkstatt von vor 10 Jahren
· Öffentliche Diskussionsrunden in den jeweiligen Bürgerhäusern
· Erweiterung des Stadtleitbildprozesses um einen Punkte „Grüne Mitte“
· Workshops und/oder Befragungen verschiedener Vereine
· Ein Bürgerbefragung aller Maintaler Bürgerinnen und Bürger per Internet und/oder in Papierform
Es wird Zeit für eine einvernehmliche und von einer Mehrheit aller Maintalerinnen und Maintaler getragenen Entscheidung!
Die Grünen bekennen sich dazu, keine weiteren Planungskosten zu unterstützen, bis die öffentliche Diskussion den klaren Bürgerwillen herausgearbeitet hat.


Lärmminderung
Veröffentlichung und Fortschreibung des Lärmminderungsplans von 2005 in lesbarer und nachvollziehbarer Form durch den Magistrat wie von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Erstellung einer Prioritätenplanung für die Lärmminderung von Straßenverkehr, Eisenbahn- und Flugzeugverkehr. Einbeziehung der Ergebnisse als fester Planungsbestandteil zur Lärmminderung bei den derzeitigen und zukünftigen Baumaßnahmen insbesondere bei der Wohnbebauung.

Wir wollen:
· Tempo 100 auf der A66 aus Lärmschutzgründen
· Verbesserung der Lärmschutzmaßnahmen an der A66, Querspange und Eisenbahn
· Für die Zukunft muss auch an Einhausungen aus Lärmschutzgründen gedacht werden


Wohnen
Bei stagnierendem bzw. leichtem Rückgang der Bevölkerungszahl muss Maintal attraktiv bleiben für alle Generationen. Insbesondere die Verbesserung des Umfeldes für junge Familien ist dafür entscheidend, damit sich keine „Generationenlücke“ entwickelt. Was jungen Familien mit kleinen Kindern nutzt ist aber auch gleichzeitig wichtig für die zahlenmäßig mehr und älter werdende Generation. Für letztere sind ergänzend entsprechend dem vorhandenen Leitbild zusätzliche angepasste Maßnahmen zu entwickeln.
Die Beschaffung bezahlbaren Wohnraums im Ballungsgebiet Rhein-Main ist eine weitere Herausforderung für die Kommunalpolitik. Allerdings besteht die Gefahr eines Zielkonfliktes zwischen der Umweltverträglichkeit und den sozialen Erfordernissen zur Behebung dieses Missstandes. Für Maintal ist als Wachstum in diesem überfüllten Ballungsraum Rhein-Main nur die Arrondierungen kleiner Flächen verkraftbar, da eine ökologisch vertretbare Ausdehnung der Stadt in dieser Region nicht mehr möglich ist und sich dadurch die Lebensqualität weiter vermindern würde. Die bereits beschlossenen Erweiterungen, sowie sinnvolle Arrondierungen müssen bei der Planung und beim Bau den Erfordernissen der Umwelt Rechnung tragen. Sparsamer Verbrauch von Flächen, Energie und Wasser z.B. durch Wärmedämmung, Regenwassernutzung ist möglich, dafür stehen umweltverträgliche Baustoffe zur Verfügung. 
Für ein menschenwürdiges Wohnen muss bezahlbarer Wohnraum erhalten und gebaut werden. 
Bei neuen Bauvorhaben ist auf familien-, alten- und behindertengerechte Planung zu achten. Auch und gerade Mehrgenerationenprojekte und SeniorenInnen-WGs sollen gefördert werden.
Für die zukünftige Bauplanung muss ein zukunftsorientierter Gesamtplan erstellt werden, der sowohl die Belange einer immer älter werdenden Bevölkerung als auch die Interesse und Bedürfnisse junger Familien gerecht wird.