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Zu den Hanauer Plänen für eine Mainbrücke

Wir brau­chen eine kurz­fris­tige Lö­sung (Pres­se­mit­tei­lung)

Nach An­sicht der Main­taler Grü­nen ist eine Main­brücke zwi­schen Kes­sel­stadt und Müh­lheim-Die­tes­heim zu­nächst kein Ar­gu­ment, die Wie­der­in­be­trieb­nahme der Fähre zwi­schen Mühl­heim und Dör­nig­heim in Fra­ge zu stel­len.

„Ein sol­ches Pro­jekt, wie es Stadt­rat Mor­lock vor­ges­chla­gen hat, liegt noch ziem­lich weit in der Zu­kunft, 10 Jahre sind er­fah­rungs­ge­mäß bei sol­chen Vor­ha­ben für das Pla­nungs- und Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren als Mi­ni­mum an­zu­sehen,“ er­klärt die Frak­tions­vor­sit­zende der Grü­nen, Monika Vogel, dazu. „Auch wenn die Main­taler CDU sich für eine Main­brücke stark macht, brau­chen wir für das Pro­blem der Ver­bin­dung nach Mühl­heim eine kurz­fris­tige Lö­sung, lang­fris­ti­ge Plä­ne hel­fen hier nicht wei­ter.“

Hartmut König, für die Grü­nen im Ver­kehrs­aus­schuss, er­gänzt da­zu: „Grund­sätz­lich se­hen wir aus Sicht Main­tals kei­ne Not­wen­dig­keit für eine Brücke und hal­ten ei­ne Fähr­ver­bin­dung an­ge­sichts der Nut­zer­zah­len für aus­rei­chend. Auch wenn sich die Stadt Main­tal an der vor­ge­schla­ge­nen Brücke fi­nan­ziell nicht be­tei­li­gen muss, sollte man den­noch die Kos­ten im Au­ge be­hal­ten. Eine Brücke wür­de je­den­falls ein Mehr­faches von dem kosten, was bei­spiels­weise eine neue, leis­tungs­fähi­ge­re und um­welt­ver­träg­liche­re Fäh­re kos­ten würde. Da­rü­ber hin­aus wür­de eine Brücke zu­sätz­li­chen Durch­gangs­ver­kehr durch Dör­nig­heim ver­ur­sa­chen, was eben­falls nicht im Sinn Main­tals sein kann.“

Auch Friedhelm Duch, stell­ver­tre­ten­der Frak­tions­chef der Grü­nen, sieht die vor­ge­schla­gene Brücke nicht im Inte­res­se der Main­taler Bür­gerinnen und Bür­ger. „Zu­nächst ist der Stand­ort ober­halb der Klär­an­lage so ge­wählt, dass er als Er­satz für alle, die die andere Main­seite zu Fuss oder mit dem Rad er­rei­chen wol­len, un­at­trak­tiv, weil für diese Zwecke be­reits eine Quer­ung an der Schleu­se Kes­sel­stadt exis­tiert, die aber we­gen des großen Um­wegs kaum ge­nutzt wird. Wir tre­ten da­her wei­ter für die Wie­der­in­be­trieb­nah­me der Fäh­re ein, wo­bei wir ganz ent­schie­den eine Kos­ten­be­tei­li­gung al­ler Ge­biets­kör­per­schaf­ten ein­for­dern.“

Lang­fris­tig könnte sich der Bau einer Brücke nach An­sicht der Main­taler Grü­nen al­ler­dings auf die Fähr­ver­bin­dung aus­wir­ken. „Sollte man sich zu­nächst auf die In­stand­set­zung der Fäh­re ver­stän­di­gen und die Ha­nauer Plä­ne tat­säch­lich rea­li­siert wer­den, wär­e bei einer Neu­be­schaf­fung in 10 oder 20 Jah­ren eine Fähre für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer mög­li­cher­wei­se aus­rei­chend“, er­klä­ren die Main­taler Grü­nen abschließend.



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